580.500€

von 755.000€ für Grund und Boden

455.000€

von 605.000€ für Haus und Hof

200

von 200 SoLaWi-Mitgliedern für Saison 2018

Miteigentümer*in werden

Informationen zu höheren Mitgliederdarlehen gibt es hier.
Zuzüglich 5% Eintrittsgeld für die Genossenschaftsverwaltung.
Über unsere Partner kann diese auch steuerlich absetzbar sein.

SoLaWi Mitglied werden

Wir sind erst mal voll! Es gibt eine Warteliste für voraussichtlich ab Oktober oder wenn Plätze frei werden. Weitere SoLaWis in der Region gibt es hier

Mitglieder des Luzernenhofes bekommen wöchentlich eine bunte Vielfalt an saisonalem Gemüse (sehr große Auswahl), Milch, Joghurt, zahlreiche Käsesorten, Getreide, Mehl, sowie je nach Verfügbarkeit Honig, Obst und Fleisch.

Mehr zur Mitgliedschaft unten im FAQ.

Kontaktdaten

Alle Kontaktdaten ausgefüllt? Eine Mail mit Verträgen wird automatisch verschickt.

Wir freuen uns auch weiterhin über Beteiligungen am Luzernenhof!

Für den Ausbau von Wohnraume für Mitarbeitende und PraktikantInnen am Hof freuen wir uns weiterhin über Direktkredite. Diesemachen uns unabhängiger von Bankzinsen, ermöglichen also den Landwirt*innen bezahlbaren Wohnraum und den Kühen eine günstige Stallmiete.

Von den 32 Hektar die der Luzernenhof bewirtschaftet sind 20 Hektar Pachtland. Falls es Gelegenheit geben sollte diese Flächen zu kaufen werden wir wieder viel Kapital brauchen.  

Wer wir sind

Der Luzernenhof ist ein Bio-Bauernhof, 30km südlich von Freiburg i. B gelegen. Wir bewirtschaften 32 Hektar Land, bestellen 2,7 ha mit Gemüse verschiedenster Arten und versorgen 15 Milchkühe und ihre Kälber. Die Milch wird in der Käserei zu verschiedensten Produkten veredelt. Wir füttern 6 Schweine, versorgen 8 Bienenvölker und bauen vielfältiges Getreide auf 10 Hektar an. Fleisch und Obst erzeugen wir ebenfalls.

Wir sind eine inzwischen gut aufgestellte, erfahrene solidarische Landwirtschaft und versorgen derzeit 150 Familien/Haushalte mit unserer breiten Produktpalette.

Wir arbeiten nach ökologischen Gesichtspunkten (Bioland) ergänzt durch biodynamische Aspekte und orientieren uns konsequent an Naturkreisläufen.

Wir leben und arbeiten seit 2012 als Gemeinschaft. Derzeit sind wir 15 Erwachsene und Kinder.

Im November 2013 hat die damalige Verpächterin sich unerwarteter Weise entschlossen, den Luzernenhof mit 12 Hektar Land für 860.000 Euro zu verkaufen. Die Gemeinschaft, welche diesen Hof gepachtet und bewirtschaftet hat, konnte den Kauf nicht finanzieren. Eine grosszügige Zwischenfinanzierung von zwei Privatpersonen ermöglichte den Kauf. Diese Zwischenfinanzierung gilt es nun abzulösen um den Hof und das Land langfristig zu sichern.

Die Kulturland Genossenschaft ist eine Gemeinschaft von Landwirtinnen und Landwirten und Bürgerinnen und Bürgern, die es sich zu Aufgabe gemacht haben landwirtschaftliches Land aus der Spekulation zu befreien. Mit dem Geld aller Genossinnen und Genossen erwirbt die Kulturland eG landwirtschaftliche Flächen, um sie im Sinne einer modernen „Allmende“ langfristig zu sichern und zu günstigen Konditionen an Höfe, die ökologisch wirtschaften und sich darüber hinaus sozial öffnen und bewusst in ihre Region einbinden zu verpachten. 

Die Kulturland eG entstand im Jahr 2014 und hat mit dem Geld ihrer GenossInnen mittlerweile 100 Hektar Land für 9 Höfe in ganz Deutschland gesichert.

Die Weingarten 18 GmbH ist Eigentümerin der Wohn- und Wirtschaftsgebäude (Stall, Käserei, Werkstatt, Gemüselager, Hofladen etc.). Sie basiert auf dem Prinzip des Mietshäuser Syndikats und hat zwei Gesellschafter. Zum einen uns, alle die hier am Hof leben und arbeiten, zum anderen das Mietshäuser Syndikat. 

Das Mietshäuser Syndikat ist eine in Deutschland singuläre, kooperativ und nicht-kommerziell organisierte Beteiligungsgesellschaft zum gemeinschaftlichen Erwerb von Häusern, die selbstorganisiert in Gemeineigentum überführt werden, um langfristig bezahlbare Wohnungen und Raum für Initiativen zu schaffen. Sie beteiligt sich an Projekten, damit sie dem Immobilienmarkt entzogen werden und nicht weiterverkauft werden können. Mittlerweile sind bereits 124 Hausprojekte in Deutschland am Mietshäuser Syndikat beteiligt.

Die Crowd-Invest Kampagne vom Luzernenhof

Vom 10.01.2018 bis 10.02.2018 fand eine Crowdinvest Kampagne für den Luzernenhof statt, diese war sehr erfolgreich und ist hier weiterhin dokumentiert. Auch sind weiterhin Beteiligungen durch Genossenschaftsanteile und Direktkredite möglich.

Der Luzernenhof ist eine kleine Revolution. Für eine ökologische, faire und soziale Landwirtschaft. Und gegen Monokulturen, Massentierhaltung und industrielle Landwirtschaft. Jeden Tag verschwinden in Deutschland 20 Höfe, gleichzeitig kaufen ausserlandwirtschaftliche Investoren Millionen von Hektar Ackerland. Das ist eine schlechte Nachricht für unsere Gesundheit und für unsere Natur. Denn eine gesunde Gesellschaft ist angewiesen auf gesunde Lebensmittel aus einer nachhaltigen Landwirtschaft. 

Um unsere Landwirtschaft nachhaltig zu gestalten darf Ackerland nicht zum Spekulationsgut werden. Es braucht Menschen, die Landwirtschaft mit Enthusiasmus, Hingabe und Fachwissen betreiben. Es braucht Menschen, die ehrlich und sorgsam mit Tieren, Pflanzen und Boden umgeben. Aber es braucht auch Sie als Mitglieder. Als MiteigentümerInnen. Als BürgerInnen. Als Menschen, die den Mut haben sich zu beteiligen.

Diese Art der Landwirtschaft braucht eine Gemeinschaft.

Wir bieten zur Beteiligung am Landkauf die Übernahme von Genossenschaftsanteilen Kulturland Genossenschaft. Für die Finanzierung der Wohn- und Wirtschaftsgebäude nehmen wir Direktkredite an.

WIR SAGEN DANKE!

10.02.2018

Was für eine Unterstützung! Nach einem Monat CrowdInvest Kampagne haben über 140 Menschen fast 1 Millionen Euro in den Luzernenhof investiert. Damit sind Land und Gebäude des Hofes langfristig für eine nachhaltige und soziale Nutzung gesichert!

Mit weiteren Direktkrediten kann der Hof auch in den Ausbau des Wohnraumes für Mitarbeitende und PraktikantInnen investieren.
Weitere Beteiligungen an der Genossenschaft ermöglichen es uns die Finanzierung zukünftiger Landkäufe.

Begeistert vom Erfolg dieses Pilotprojekts möchte die Kulturland Genossenschaft nun das CrowdInvest Konzept weiterentwickeln und weitere Kampagnen für Höfe wie den Luzernenhof durchführen. Um dies zu ermöglichen bitten wir um Spenden.

Spendenempfängerin:

Schweisfurth Stiftung
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN: DE65 4306 0967 8200 8080 00
BIC: GENODEM1GLS

Verwendungszweck: "Kulturland Öffentlichkeitsarbeit"

Der Weg über die Schweisfurth Stiftung garantiert Ihnen neben der Gemeinnützigkeit auch eine externe Kontrolle darüber, dass das Geld sinnvoll und Zweckgebunden ausgegeben wird.

Ihre Spende können Sie steuerlich geltend machen. Für Zuwendungen bis 200 Euro können Sie diese Spendenbescheinigung (PDF Download) einfach zusammen mit einem Zahlungsbeleg (Kontoauszug/ Bareinzahlungsbeleg) beim Finanzamt einreichen.

Für Spenden über 200 Euro sendet die Stiftung gerne eine Spendenquittung per Post zu. Bitte hinterlassen Sie zu diesem Zweck Ihren Namen und Anschrift per E-Mail (info@schweisfurth-stiftung.de) oder rufen Sie an unter 089/ 17 95 95 10.

 

Worum es geht

Seit Ausbruch der Weltfinanzkrise 2008 fliesst immer mehr Spekulationsgeld von außerlandwirtschaftlichen Investoren fliesst in Äcker, Grünland und Wald als sicheren Hafen für ihre Geldanlage. Als Folge haben sich die landwirtschaftlichen Bodenpreise in Deutschland alleine in den letzten 9 Jahren mehr als verdoppelt.

So sind heutige Hofübernahmen häufig mit jahrzehntelanger Verschuldung verbunden oder finanziell untragbar. Obwohl Nachwuchs an motivierten, kompetenten Menschen in der Landwirtschaft vorhanden wäre, verfügen diese nicht über das notwendige Kapital um Höfe und Land zu übernehmen. Bestehende Höfe stehen in einem unaufhörlichen finanziellen Überlebenskampf. Die Folge davon ist, dass immer weniger Menschen mit immer grösseren Maschinen immer grössere Flächen bewirtschaften. Soziale und ökologische Gedanken finden in dieser Art der Landwirtschaft immer weniger Platz. 

Um der Spekulation mit landwirtschaftlichem Land Einhalt zu gebieten wurde die Kulturland Genossenschaft ins Leben gerufen. Über die Kulturland Genossenschaft können KundInnen, BürgerInnen und Freunde gemeinschaftlich Eigentümer von Boden werden. Dieser Boden wird so dem Spekulationsmarkt entzogen und langfristig an ökologisch wirtschaftende und regional eingebundene Betriebe verpachtet. 

Um es dem Hofteam zu ermöglichen, auch zu fairen Kosten am Hof zu leben und zu arbeiten, entschlossen wir uns auch das Eigentum der Wohn- und Wirtschaftsgebäude zu vergemeinschaften. Dies ermöglicht es, dass alle BewirtschafterInnen ohne Schulden vom Hof gehen können und eine andere qualifizierte, motivierte Person nachrücken darf, ohne Schulden aufnehmen zu müssen.

Mit Ihrer Beteiligung werden konkret 12 Hektar Ackerflächen sowie die Wohn- und Wirtschaftsgebäude für den Luzernenhof gesichert.

Machen Sie mit und werden Sie MiteigentümerIn vom Luzernenhof.

Begeistert? Erzähl es weiter!

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Pressestimmen
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Stimmen aus der Luzernenhof Gemeinschaft
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Veranstaltungen
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Fragen & Antworten

Noch eine Frage? Schreib uns einfach eine Mail an info@luzernenhof.de oder nutze das Formular unten!

Anteile an der Kulturland Genossenschaft

Die Kulturland eG entstand anlässlich einer konkreten Landkaufsituation am Heggelbachhof (Bodenseeregion). 15 ha betriebsnahes, langjährig bewirtschaftetes Pachtland sollten 2012 kurzfristig verkauft werden. Dies war der Anlass, nach neuen Eigentums- und Finanzierungsmodellen für solche immer wieder auftretenden Situation zu suchen. Nachdem das Land vorübergehend mit Hilfe einer Bankfinanzierung gesichert wurde, konnten wir zunächst in Zusammenarbeit mit der International Bio-Dynamic Association in Dornach eine Grundlagenstudie (download hier) erarbeiten. Hierin untersuchten wir die Situation am Bodenmarkt sowie die Erfahrungen mit verschiedenen Arten alternativer Bodeneigentumsträger aus den letzten 40 Jahren. Daraus entstanden die Grundzüge für eine neue, betriebsübergreifende Eigentums- und Finanzierungsstruktur für Landankauf, die im November 2013 als „Kulturland eG“ gegründet im August 2014 im Genossenschaftsregister eingetragen wurde.

Als Genossenschaft unterliegt die Kulturland eG nicht der Prospektpflicht nach VermAnlG. Mehr Informationen finden Sie hier auf der Webseite der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Sie können ein Muster der Beitrittserklärung zur Kulturland Genossenschaft an folgendem Link ansehen und herunter laden: https://drive.google.com/file/d/1lInW1POy96nq8QdSRMoLhmiUJPUJf11z/view?…

Dr. Titus Bahner (Vorstand)
• Jahrgang 1960, aufgewachsen in Heidelberg, wohnt in Hitzacker/Elbe, 4 Kinder
• Studium der Agrarwissenschaften an den Universitäten Hohenheim, Corvallis/Oregon und Kiel
• 1996 Promotion in Wirtschaftswissenschaften (Dr.rer.pol.) an der Universität Witten-Herdecke
• seit 1996 selbständig mit “Projektbüro Kulturlandschaft”: Projektentwicklung und Beratung im ländlichen Raum in Norddeutschland und dem europäischen Ausland
• 2008-2011 Koordination des europäischen Netzwerkes „Forum Synergies“ zum Austausch von Praxiserfahrungen in der nachhaltigen ländlichen Entwicklung
• weitere Infos und Publikationen unter www.lebendigesland.de

Thomas Schmid (Vorstand)
• Jahrgang 1956, wohnt in Heggelbach / Bodensee, 2 Kinder
• Studium der Agrarwissenschaften an der Fachhochschule Nürtingen
• 1986 Kauf des Heggelbachhofes, Gründung der Hofgemeinschaft Heggelbach GbR mit M. Reyer und R. Raneburger; anfänglicher Betriebsumfang 45 ha LN, Aufbau einer Hofkäserei und Umstellung zum Demeter-Betrieb
• 2003-2009 Aufnahme von vier jungen Gesellschaftern in die Hofgemeinschaft, Erweiterung der Betriebsfläche auf 165 ha
• 2010 Zukauf von 15 ha LN des Nachbarn, Erarbeiten eines Lösungsansatzes für zukünftigen Landkauf

Stephan Illi (Vorstand)
• Jahrgang 1963, aufgewachsen in Kirchheim/Teck wohnt in Prien am Chiemsee, 2 erwachsene Kinder
• landwirtschaftliches Praktikum und Lehre auf 3 Betrieben
• Studium der Agrarwissenschaften GH Kassel, Abschluss Diplom-Ingenieur
• 1993-2006 Geschäftsführer Demeter Milchbauerngemeinschaft, Seeon Erzeugerberater Demeter Bayern, Kranzberg selbständige freiberufliche Beratungstätigkeit
• 2006-2013 Geschäftsführender Vorstand Demeter e.V. Darmstadt

Thomas Rippel (Projektmanager Crowd-Invest Kampagne)
Matthias Zaiser (Aufsichtsratsvorsitzender)
Tobias Drechsel (Aufsichtsrat)
Friedemann Elsässer (Aufsichtsrat)
Alexander Schwedeler (Aufsichtsrat)

Mehr Informationen hier: http://kulturland-eg.de/team

Eine vielseitiger Bio-Hof kann derzeit maximal 300-400 €/ha Pacht im Jahr erwirtschaften. Alles andere würde zur Lasten der Bodenfruchtbarkeit gehen. Bei Bodenpreisen von z.B. 30.000 €/ha in Süddeutschland entspricht dies einer Verzinsung von etwa 1%. Für die Pflege der Beziehung zu den Höfen und den laufenden Betrieb der Genossenschaft rechnen wir mit 0,5 bis 1 % Verwaltungskosten, die aus der Pacht finanziert werden. Da bleibt für die Verzinsung der eG-Anteile leider kein Spielraum.

Produktive Investitionen z.B. in erneuerbare Energien können gute Zinsen erwirtschaften. Beim landwirtschaftlichen Boden, unser aller Lebensgrundlage, ist dies aufgrund der überhöhten Bodenpreise nicht der Fall. Wir müssen den Boden vielmehr schützen vor den Auswirkungen gewinnorientierter Bewirtschaftung. Dafür bietet der Boden eine höhere Wertstabilität und Sicherheit als verzinste Geldanlagen.

Wie bei allen unternehmerischen Beteiligungen besteht auch beim Erwerb von Genossenschaftsanteilen ein wirtschaftliches Risiko.

Grundsätzlich ist das Geschäftsmodell der Kulturland eG auf hohe Sicherheit angelegt, da die Genossenschaft die vollständige Deckung der Geschäftsanteile durch das Anlagevermögen in Form von Grund und Boden anstrebt. Mitgliederdarlehen können grundbuchlich auf den erworbenen Flächen abgesichert werden.

Es besteht jedoch das Risiko einer Entwertung der Beteiligung, wenn das regionale Bodenpreisniveau im Umfeld der angekauften Flächen im Laufe der Jahre nachhaltig sinkt, so dass der Verkehrswert des Grund und Bodens – für den Fall eines Verkaufes – den Wert der Genossenschaftsanteile nicht mehr abdeckt. In diesem Fall können Sonderabschreibungen auf den Bodenwert nötig sein, die durch Beschluss der Generalversammlung auf die Geschäftsanteile umgelegt werden können, so dass diese im Wert gemindert werden.

Dies entspricht dem Risiko, das man trägt, wenn man selbst ein Grundstück oder eine Immobilie kaufen würde. Bei einem späteren Verkauf ist ein Wertverlust möglich. Die Genossenschaft achtet vor diesem Hintergrund darauf, Boden nur zu angemessenen Preisen zu kaufen, und beobachtet regelmäßig die Wertentwicklung der Bodenpreise anhand der regional erhobenen Bodenrichtwerte.

Wenn der Bodenwert steigt, wird ein eventueller Veräußerungsgewinn laut Satzung nicht an die Genossen verteilt, sondern zur Unterstützung weiterer Höfe in neues Land investiert.

Satzungsgemäß haften die Genossenschaftsmitglieder für Verluste der Genossenschaft nur bis zur Höhe ihrer Einlage. Es besteht keine Nachschusspflicht.

Der Aufbau der Kulturland-Genossenschaft kann auch durch eine Schenkung (Spende oder Zustiftung) unterstützt werden.

Die eG selbst ist nicht gemeinnützig. Daher kooperieren wir zur dauerhaften Sicherung von Ökoflächen mit örtlichen gemeinnützigen Trägern und der Schweisfurth-Stiftung in München. Über diesen Weg sind steuerlich abzugsfähige Zuwendungen möglich, die wir im Rahmen gemeinschaftlicher Projekte für den Ankauf landwirtschaftlicher Flächen einsetzen können.

Genossenschaftsanteile können auch zu einem späteren Zeitpunkt oder testamentarisch in eine steuerlich absetzbare Zuwendung umgewandelt werden. Die Schenkung ermöglicht uns, Flächen dauerhaft für den regionalen Biolandbau zu sichern ("Landfreikauf").

Wenn Sie keine Spendenbescheinigung benötigen, können Sie auch direkt an die Genossenschaft spenden. Diese Spenden haben eine starke Multiplikatorwirkung, denn sie ergänzen die aus Einrittsgeldern und Pacht zur Verfügung stehenden Mittel für unsere Grundstruktur, die besonders in der aktuellen Aufbauzeit ein begrenzender Faktor sind.

In unserem Merkblatt für Spenden und Zustiftungen finden Sie Einzelheiten und die nötigen Kontonummern.

Mitglieder, die sich mit mindestens 20 eG-Anteilen beteiligen, können der Genossenschaft ein zusätzliches Darlehen zur Förderung des Landkaufs gewähren. Das Darlehen kann mit 0,2 % bis 1,0 % verzinst werden. Es handelt sich, wie bei Genossenschaften üblich, um ein sogenanntes "qualifiziertes Nachrangdarlehen". Alternativ dazu kann das Darlehen jedoch auch (gegen Übernahme der zusätzlichen Kosten) Grundbuchlich auf dem erworbenen Land abgesichert werden und ist damit kein Nachrangdarlehen mehr. Aufgrund der hohen Bodenpreise ist ein vollständiger Ausgleich der Inflationsrate leider nicht möglich: Zur Finanzierung müssten wir ansonsten die Pacht erhöhen, was zu Lasten von Vielfalt und Bodenfruchtbarkeit gehen würde (siehe hier: Warum keine Verzinsung?).

Um den ideellen Charakter des Darlehens zu dokumentieren, setzen wir die Mitgliedschaft in der Genossenschaft voraus. Laufzeit und Kündigungsfrist sind individuell zu vereinbaren. Wir benötigen jedoch eine längere Laufzeit als bei eG-Anteilen, um eine Rückzahlung größerer Beträge rechtzeitig vorbereiten zu können.

Wenn Sie ein Darlehen gewähren wollen, laden Sie bitte die Beitrittsunterlagen herunter und markieren auf dem Deckblatt das entsprechende Kästchen. Wir nehmen dann Kontakt mit Ihnen auf und senden Ihnen die nötigen Unterlagen.

 Sehr gerne nehmen wir mit Ihnen persönlich den Kontakt auf. 

Die Genossenschaftsanteile sind nach Ablauf von 5 Jahren jährlich kündbar. Für die Auszahlung gekündigter Anteile halten wir eine Liquiditätsreserve vor. Die Auszahlung erfolgt unmittelbar nach Bestätigung des Jahresabschlusses auf der nächsten Generalversammlung; die Auszahlung von Anteilen oberhalb eines Betrages von 20.000 € kann allerdings bis zu drei Jahre ausgesetzt werden, um nicht überstürzt Land verkaufen zu müssen. Das gleiche gilt, wenn die Liquiditätsreserve ausgeschöpft sein sollte. Außerdem können Anteile jederzeit an ein anderes Mitglied übertragen werden.

 

Direktkredite Weingarten 18 GmbH & Mietshäuser Syndikat

Sie können ein Muster des Direktkreditvertrages der Weingarten 18 GmbH an folgendem Link ansehen und herunter laden: https://drive.google.com/file/d/1nOizd54b5emRvrRuqrnjqcuDoBMPT6ev/view?…

Direktkredite werden in Deutschland rechtlich als Nachrangdarlehen mit einer qualifizierten Rangrücktrittsklausel gestaltet. Im Fall einer Insolvenz des Projekts werden DirektkreditgeberInnen nicht vorrangig behandelt. Wir sind verpflichtet, zuerst andere Gläubiger, etwa Banken, zu bedienen.

Die Annahme von Direktkrediten (Nachrangdarlehen) unterliegt den Regelungen dieses Gesetzes. Danach bietet die Weingarten 18 GmbH mehrere Vermögensanlagen mit unterschiedlichen Zinssätzen an. Im Rahmen einer einzelnen Vermögensanlage werden innerhalb von 12 Monaten nicht mehr als insgesamt 100.000 Euro bzw. maximal 20 Direktkredite angenommen. Es besteht daher keine Prospektpflicht nach dem Vermögensanlagengesetz (Bagatellgrenze).

Das Finanzierungsmodell des Mietshäuser Syndikat ist ein Erfolgsmodell. Seit den Anfängen der Hausprojektbewegung  Mitte der 1980er Jahre gab es unter den GmbH-Gründungen des Syndikats nur eine einzige Insolvenz. Bei allen anderen 143 Hausprojekten sind wirtschaftlich erfolgreich. 

Bankübliche Sicherheiten können wir Ihnen jedoch nicht garantieren. Im Fall einer Insolvenz des Projekts werden DirektkreditgeberInnen nicht vorrangig behandelt. Wir sind verpflichtet, zuerst andere Gläubiger, etwa Banken, zu bedienen.

Es ist unser Ziel, die Gebäude am Hof vollumfänglich über Direktkredite zu finanzieren. Wir kalkulieren so, dass einzelne Direktkredite jederzeit zurückgezahlt werden können. Falls größere Kredite oder viele Kredite auf einmal gekündigt werden, werben wir aktiv für neue Direktkredite, so dass niemand auf sein Geld warten muss! Im Schlimmsten Fall können wir eine Finanzierung auch über eine Hypothek gewährleisten. 

Das Syndikat setzt auf ein Modell der Gewaltenteilung. Es gibt innerhalb der Haus GmbH zwei unterschiedliche Körperschaften mit unterschiedlichen Interessen, die sich gegenseitig kontrollieren. So wird eine Reprivatisierung nahezu unmöglich, denn beide Körperschaften müssten bei einem Verkauf zustimmen.
Natürlich kann auch jede Genossenschaft in ihrer Satzung festlegen, dass Wohnraum dem Kapitalmarkt entzogen werden soll. Die GenossInnen könnten jedoch mit einer qualifizierten Mehrheit diese Satzung ändern. Das lässt sich leider nicht ausschließen und erschien daher zu „unsicher“.
Wichtig sind außerdem autonome Hausprojekte, damit jedes Projekt selbst über die eigenen Belange (abgesehen von einem Verkauf) entscheiden kann und auch bei einem Konkurs nicht die anderen Projekte gefährdet. Das geht nur, wenn jedes Haus eine eigene Rechtsform hat. Dafür ist die GmbH hervorragend gegeignet, denn sie hat günstige „Unterhaltskosten“ und eine einfache Handhabung: Im Vergleich zur Genossenschaft muss die GmbH keinem Prüfungsverband angehören, der für die Prüfung jährlich bis zu 5.000 EUR verlangt, und die GmbH muss sich nicht vom Prüfungsverband Beteiligungen genehmigen lassen. Dieser prüft, ob die Beteiligung profitabel ist. Hausprojekte sind am Anfang jedoch erst einmal Verlustbringer.
Eine Stiftung wäre zwar für die Eigentumsneutralisierung eine „sichere“ Rechtsform, darf aber leider nur ihre Zinserträge für den Stiftungszweck einsetzen. Das Stiftungsvermögen müsste also hoch verzinst angelegt werden, um möglichst viel Geld für neue Projekte zu haben. Das Syndikat will aber direkt Geld un- oder niedrig verzinst den Projekten zur Verfügung stellen.

Ernte teilen - SoLaWi Mitgliedschaft

Bei der solidarischen Landwirtschaft bezahlen Verbraucher nicht die einzelnen Erzeugnisse, sondern finanzieren dem Hof die Produktionskosten. Die Höfe haben dadurch ein gesichertes Einkommen und Planungssicherheit. Die Verbraucher erhalten im Gegenzug Einblick und Einfluss auf die Produktion. Produzenten und Verbraucher begegnen sich so direkt und werden zu einer Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft die gemeinsam und unabhängig von Marktbedingungen die Landwirtschaft nachhaltig und fruchtbar gestalten kann.

2017 haben wir für einen Winter mit 160 Mitgliedern angebaut. Durch die gute Ernte können wir bereits 180 Mitglieder versorgen. Mit Milchprodukten und dem Gemüse, wo wir mehr ernten konnten und können als geplant, also nicht das ganze Sortiment, aber bereits eine gute Auswahl.

Ab Juni wollen wir dann für 180 Mitglieder das komplette Sortiment bereitstellen.

Voraussichtlich ab Oktober werden wir um die 200 Mitglieder versorgen.

Das heißt, wir führen eine Warteliste und melden uns Richtung Oktober nochmal, wenn Ihr mit Eurer Probemitgliedschaft beginnen könnt.

Wenn vorher Plätze frei werden, nehmen wir entsprechend früher weitere Probemitglieder von der Warteliste auf.

Andere SoLaWis in der Region

Die Region Freiburg hat eine Vielfalt an Projekten gemeinschaftlich getragener / solidarischer Landwirtschaft:

Alle vier bauen in erster Linie Gemüse an (keine Milchkuhhaltung).

Darüber hinaus:

Eine Übersicht aller Projekte gibt es auf StadtWandler.org/SoLaWi (aus der Karte herauszoomen, um alle zu sehen)

GEMÜSE
Blatt- und Feingemüse: 
- Sommersalate
- Wintersalate (Endivie, Zuckerhut, Feldsalat, Radiccio, Chicoree) 
- Spinat 
- Mangold                        
- Fenchel                          
- Grüne Bohnen (Busch-
  und Stangenbohnen) 
- Tatsoi
- Asia-Salat                     
- Winterkresse
- wilde Rauke 

Kräuter und Gewürze: 
- Petersilie 
- Schnittlauch                  
- Schnittknoblauch 
- Dill                               
- Koriander
- Kerbel 
- Basilikum

Wurzel- und Knollengemüse: 
- Kartoffeln (Ditta, Agria
  Laura, Gunda, Margit, Anuschka)
- Radiesschen 
- Kohlrabi 
- Rettich 
- Mai- oder Butterrüben 
- Möhren 
- Rote Beete 
- Pastinaken 
- Sellerie 
- Schwarzwurzeln 
 

Zwiebelgemüse:
- Zwiebeln (weisse und rote)
- Schalotten 
- Lauch 
- Knoblauch 
- Frühlingszwiebeln
- Winterheckzwiebeln

Fruchtgemüse:
- Zucchini 
- Kürbis (5 Sorten)
 -Tomaten (8 Sorten)
- Paprika (4 Sorten)
- Chilli (2 Sorten)
- Auberginen (3 Sorten)
- Gurken

Kohlgemüse: 
- Blumenkohl 
- Brokkoli
- Weißkraut
- Rotkohl 
- Wirsing 
- Rosenkohl 
- Grünkohl                      
- Palmkohl
- Chinakohl                     
- Superschmelz (Winterkohlrabi)

 

MILCHPRODUKTE
- Milch (frisch, unbehandelt)
- Dickmilch (natur und verschiedene Frucht varianten)
- Joghurt (natur und verschiedene Frucht varianten)
- Quark
- Frischkäse (natur, mit Gartenkräutern, italienischen Kräutern, Kräuter-Knoblauch, KräuterKnoblauch Chilli, Pfeffer und mehr)
- Bibeleskäse (natur, mit Kräuter-Knoblauch, Meerrettich)
- Weichkäse rotgeschmiert   (ähnlich Münster-Käse)
- Camembert 
- Pfeffer Brie (mit grünem Pfeffer)
- Hirtenkäse (Salzlaken Weichkäse, ähnlich Feta natur, mit Kräutern)
- Weichkäse (div. Arten)
- Schnittkäse,
- Hartkäse
- Reibkäse

 

GETREIDE
Jeweils als Körner oder Mehl verfügbar: 
- Weizen 
- Dinkel
- Roggen 
- Hafer
​- Einkorn
- Emmer 

BROT

Das Backhaus der Vielfalt bereitet leckeres Steinofen-Brot aus unserem Getreide her und verteilt sie einmal die Woche an die Mitglieder. Verteilpunkte sind in Freiburg und am Luzernenhof.,

 

FLEISCH
- Rindfleisch   (Hackfleisch, Kochfleisch, Braten, Rouladen, Steak, Filet, etc)
- Schweinefleisch (Hackfleisch, Braten, Krustenbraten, Kotelett, Schnitzel, Filet, etc)
- Fleischprodukte (Bratwurst, Wienerwurst, Salami, Speck, Schinken, Leberwurst, Lyoner)

 

HONIG 
Blütenzauber (flüssig, cremig, Wald und Wiese etc.)

Nein. Bei uns gibt es keine "Pflichteinsätze" wie man sie bei anderen solidarischen Landwirtschaften kennt.

Viele unserer Mitglieder haben aber eine grosse Freude daran sich aktiv am Hof- und Vereinsleben einzubringen. Ein grosser Teil der Arbeit die am und rund um den Hof geleistet wird ist ehrenamtlich. Am Hof haben wir Mitglieder die regelmässig in der Käserei, im Stall helfen, Gemüse abpacken und auch für die Gemeinschaft kochen.

Im Verein haben wir sehr engagierte Personen, die Neumitglieder begleiten, das administrative verwalten und viele nette Emails schreiben.

Und über das ganze Jahr hinweg gibt es immer wieder Mitgliederaktionen wie Ernte Tage oder die Einsaat auf einem Acker. Aber auch Feste, die wir gemeinsam organisieren und feiern.

Gepackt und verteilt wird jeden Donnerstag.
Die Bestellungen können ab 14 Uhr am Hof und ab 16h an den Verteilpunkten abgeholt werden.
Die Verteilpunkte sind für Mitglieder frei zugänglich. Falls es also einmal nicht klappen sollte mit der Abholung am Donnerstag könnten die Bestellungen auch am Freitag oder sogar Samstag abgeholt werden. 

In Freiburg gibt es aktuell Verteilpunkte an folgenden Orten:
Belforstrasse
Lorettostrasse
Merzhausen
Rennerstrasse
Wiesentalstrasse

In den ländlichen Regionen gibt es aktuell Verteilpunkte an folgenden Orten:
Hartheim
Heitersheim
Müllheim
Niederweiler

Wenn der Bedarf vorhanden ist und Mitglieder sich engagieren können jederzeit auch neue Verteilpunkte organisiert werden. 

 

Als Mitglied am Luzernenhof bekommst du Zugang zu einer online Bestellliste, auf der du aus dem gesamten Sortiment von Gemüsen und Milchprodukten jede Woche ganz frei bestellen kannst.

Bestellschluss ist Mittwoch morgens um 6h. Danach wird frisch geerntet und frisch hergestellt - immer genau das was bestellt wurde. Donnerstags ab 16h können die Produkte direkt am Hof oder an verschiedenen Verteilpunkten in Freiburg und in den Dörfern rund um den Hof abgeholt werden. 

Nach den drei Monaten entscheidest Du Dich für eine ganze Saison. Jeweils zum Ende des Jahres kannst Du dich entscheiden ob du für das kommende Jahr dabei bleiben möchtest oder nicht.

Bei besonderen Gründen wie Umzug oder falls Du ein neues Mitglied wirbst, kannst du auch in der laufenden Saison austreten.

Dies garantiert den GärtnerInnen und der gesamten Gemeinschaft Planungssicherheit über das Jahr hinweg.

Im Sinne der solidarischen Landwirtschaft bezahlst Du mit Deinem monatlichen Beitrag nicht die einzelnen Produkte, sondern die Landwirtschaft an sich.

Den Beitrag kannst Du frei wählen und solltest ihn das Jahr über nicht ändern.

Für die Probemitgliedschaft gilt dabei

  • im 1. Monat zahlst Du,was Du für richtig hälst
  • im 2. Monat zahlst Du was wir basierend auf Deiner Entnahme vom ersten für richtig halten
  • im 3. Monat schätzt Du Dich darauf basierend nochmal neu ein und entscheidest Dich, ob Du für diese Saison dabei bleiben möchtest und mit welchem Beitrag

Am Ende des Jahres erstellen wir das Budget für Hof für das nächste Jahr. Jedes Mitglied kann sich an diesem Budget im Rahmen einer Bieterunde beteiligen. Wir geben jedem Mitglied eine Empfehlung ab, wie hoch das Gebot sein soll, damit alle Mitglieder zusammen den gesamten Hof finanzieren. 

Wie viel du genau zahlst ist also schlussendlich frei wählbar, aber im durchschnitt sind die Produkte vom Luzernenhof nicht günstiger wie Bio Produkte im Grosshandel. Die Frische und Vielfalt die der Luzernenhof bietet ist aber eigentlich auch unbezahlbar.

 

 

Luzernenhof

Wir können diese Frage über eine grobe Kalorien Rechnung beantworten. 

Der Luzernenhof produziert auf 10 Hektar etwa 40 Tonnen Getreide a 3.360kcal pro kg Getreide  = 135 Millionen Kcal
2.7 Hektar Gemüse = etwa 30 Millionen Kcal
19Ha Grünland
70,000 Liter Milch = 45 Million Kcal
2,000 Kg Rindfleisch = 5 Millionen Kcal
1,400 Kg Schweinefleisch = 3 Millionen Kcal
160kg Honig = 0.5 Millionen Kcal
= Gesamt 211,5 Millionen Kcal

Im Durchschnitt werden 2,100 Kcal pro person und Tag konsumiert, also 0,76 Million Kcal pro Jahr.

Der Luzernenhof kann somit 275 Personen vollumfänglich mit Nahrungsmitteln versorgen. Oder 8,6 Personen pro Hektar. 
Deutschland hat gesamt 16,6 Million Hektar landwirtschaftliche Fläche und könnte somit mit dieser Art der Landwirtschaft in etwa 137 Millionen Menschen ernähren. 

Deutschland ist heute aber tatsächlich nur knapp selbstversorgend mit Lebensmitteln, weil enorme Mengen an Lebensmitteln vernichtet (Mais für Biogasanlagen) oder verschwendet werden (intensive Fütterung von Nutztieren). 

Es war uns ein am Luzernenhof ein wichtiges Anliegen, Eigentumsverhältnisse zu schaffen, die nicht auf die sozialen Prozessen des Hofteams Einfluss nehmen und es dem Team ermöglichen, zu fairen Kosten am Hof zu leben und gleichberechtigt zu arbeiten. Es ist uns wichtig, dass die BewirtschafterInnen ohne Schulden vom Hof gehen können und eine andere qualifizierte, motivierte Person nachrücken darf, ohne Schulden aufnehmen zu müssen.

Diese Aspekte haben wir am Luzernenhof konsequent verfolgt und haben ein Eigentumsmodell entwickelt, das einzigartig in Deutschland ist und zum Vorbild für andere werden kann.

Eigentümerin der Hofflächen (12 Hektar) ist die Kulturland Genossenschaft (www.kulturland-eg.de ) gemeinsam mit der Landwirtschaftsgemeinschaft Luzernenhof GbR. 

Die Kulturland eG ist eine Gemeinschaft von Landwirtinnen und Landwirten und Bürgerinnen und Bürgern, die es sich zu Aufgabe gemacht haben landwirtschaftliches Land aus der Spekulation zu befreien. Mit dem Geld aller Genossinnen und Genossen erwirbt die Kulturland eG landwirtschaftliche Flächen, um sie im Sinne einer modernen „Allmende“ langfristig zu sichern und zu günstigen Konditionen an Höfe, die ökologisch wirtschaften und sich darüber hinaus sozial öffnen und bewusst in ihre Region einbinden zu verpachten. 

Die Kulturland eG entstand im Jahr 2014 und hat mit dem Geld ihrer GenossInnen mittlerweile 100 Hektar land für 8 Höfe in ganz Deutschland gesichert. 

Eigentümerin der Wohn- und Wirtschaftsgebäude (Stall, Käserei, Werkstatt, Gemüselager, Hofladen etc.) ist die Weingarten 18 GmbH. Sie basiert auf dem Prinzip des Mietshäuser Syndikats und hat zwei Gesellschafter. Zum einen uns, alle die hier am Hof leben und arbeiten, zum anderen das Mietshäuser Syndikat. 

Das Mietshäuser Syndikat ist eine in Deutschland singuläre, kooperativ und nicht-kommerziell organisierte Beteiligungsgesellschaft zum gemeinschaftlichen Erwerb von Häusern, die selbstorganisiert in Gemeineigentum überführt werden, um langfristig bezahlbare Wohnungen und Raum für Initiativen zu schaffen. Sie beteiligt sich an Projekten, damit sie dem Immobilienmarkt entzogen werden und nicht weiterverkauft werden können. Mittlerweile sind bereits 124 Hausprojekten in Deutschland am Mietshäuser Syndikat beteiligt. 

Eigentümer der Maschinen und Tiere ist der Verein Gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft Markgräflerland e.V., also unsere Mitglieder, die unsere Produkte wöchentlich genießen.

Damit wird das Eigentum durch eine Gemeinschaft getragen. In allen drei Gesellschaften sind wir vom Hof vertreten und werden dennoch durch kompetente Partner/innen in der Verantwortung mitgetragen und kompetent beraten.

Wir haben so dem Eigentum ein Gefäss gegeben, an dem sich eine Gemeinschaft beteiligen kann.

Basierend auf den Erfahrungswerten (Bestellungen und Ernteertrag) der letzten Jahre machen wir jedes Jahr eine sehr sorgfältige und durchdachte Anbauplanung. Doch die Natur schenkt uns immer wieder auch höhere Erträge und manchmal auch niedrigere Erträge als geplant. Wir kommunizieren dies laufend unseren Mitgliedern gegenüber, sodass sie sich auch in ihren Bestellungen daran orientieren können. Wenn wir eine sehr grosszügige Ernte haben, dann machen wir immer wieder auch Tauschgeschäfte mit anderen Gemüsebetrieben wie z.B. Piluweri oder der Garten Coop. Zuletzt halten wir auch Schweine, die sich auch freuen wenn es ab und zu einmal ein Ausschuss Gemüse gibt. 

Der Hof benötigt in etwa 290.000 € im Jahr. Ein Teil davon (80.000€) sind über Subventionen und auswärtige Verkäufe abgedeckt.

Die Mitglieder müssen teilen sich das restliche Budget von 210.000€. Bei momentan 130 Familien/Haushalten macht das in etwa 130 Euro pro Familie/Haushalt.

Kühe
Wir halten eine Milchviehherde mit derzeit 15 behornten Fleckvieh Kühen und ihrem Stier. Sie haben ihren Laufstall auf der Hofstelle mitten im Dorf und werden nicht nur vom Hofteam gepflegt gefüttert und gemolken, sondern auch regelmäßig von den Luzernenhofteilnehmern/innen und Dorfkindern besucht.

Seit Sommer 2014 ist die Herde an die Weide gewöhnt. Da am Hof keine direkte Anbindung an eine Weide gegeben ist, sind sie in den Sommermonaten Tag und Nacht auf der Weide und werden dort von uns im mobilen Weidemelkstand gemolken. Ein Schatten und Regenunterstand schützt die Kühe vor starker Hitze.

Die älteren Kälber und Rinder kommen über die Sommermonate auf hochgelegene Schwarzwaldweiden.

Die Stierkälber werden ebenfalls im Stall in einer Gruppe gehalten. Sie werden mit etwa einem Jahr geschlachtet.

Alle Kühe und Kälber werden ausschliesslich mit Grünfutter, Heu, oder LuzerneGrasSilage gefüttert. Wir verzichten auf jegliches Kraftfutter (Mais, Soja, Getreide, etc) 

Schweine
Unsere vier bis sechs Schweine, junge und ältere, werden gemeinsam in einer Gruppe im luftigen Schweinestall gehalten. Sie haben jederzeit Zugang zum Misthaufen und damit immer etwas zu entdecken.
Sie werden mit hofeigenem Futter, der Molke aus der Käserei, den aussortierten Kartoffeln und dem heraus gereinigten Getreide gefütternt. Dadurch ist die Anzahl zu mästender Schweine begrenzt und von den Hofressourcen bestimmt.

Als biologisch wirtschaftende Landwirtschaft sind wir auf eine Fruchtfolge angewiesen. Das heisst, wir bauen auf den Äckern Gemüse und Getreide an und geben dem Boden anschliessend jeweils ausreichend Erholungszeiten um seine Fruchtbarkeit zu erhalten. Am besten kann der Anbau von mehrjährigem Luzerne- oder Kleegras die Bodenfruchtbarkeit aufbauen. Danach ist der Boden wieder fähig Gemüse und Getreide ertragreich und gesund hervor zu bringen. Mit der Neuansaat von Klee- oder Luzernegras schliesst sich dieFruchtfolge wieder.

Um das Luzerne- und Kleegras optimal zu verwerten halten wir Milchkühe. Die Kühe schenken uns einerseits ihre Milch, aber andererseits auch ihren Mist, der für unsere Äcker ein wertvoller Dünger ist. 

Die Milch, welche uns die Kühe schenken, veredeln wir zu Milchprodukten. Daraus fällt viel Molke an, die wir Menschen nicht in diesem Ausmasse konsumieren. Damit auch diese verwertet wird halten wir Schweine. 

Der Hof bietet sehr vielen Menschen Lebensraum und Arbeitsort. 

Milena Biallowons - Gärtnerei, 50%
Lea Bührer - Gärtnerei, 50%
Martin Bührer - Landwirtschaft, 50%
Manuel Fröhlich - Landwirtschaft, 50%
Karla Kraus - Büro, 50%
Georgette Mettel - Imkerei
Vera Plümacher - Landwirtschaft und Käserei, 100%
Thomas Rippel - Fleisch Verarbeitung, 20%
Maxie Schlingmann - Gärtnerei, 100%
Hannes Sixel - Landwirtschaft, 50%
Jeremias Supenkämper - Käserei, 100%
Johannes Supenkämper - Landwirtschaft und Gärtnerei, 100%
Kira Wolf - Hofladen, 50%

Weiter engagieren sich folgende Personen ehrenamtlich am Hof:
Barbara, Ulrike, Judith, Angelika, Ruth 
Sonja, Helga, Elke, Anna, Dunja, Magdalena

Zudem haben wir immer wieder PraktikantInnen die fleissig mit arbeiten. Im Moment sind das gerade Anna und Jule. 

Zum Hofleben gehören auch viele Kinder:
Ida (1)
Maya (2)
Moritz (3)
Paul (6)
Ruben (5)
Honza (6)
Salome (8)

Für den Verein engagieren sich folgende Personen ehrenamtlich:
Phillip Baumann - Vorstand 
Anna Gehlhaar - Vorstand
Simone Schwan - Vorstand 

Neben den Vorstand in der Koordinationsgruppe

Tom, Heike, Dieter, Dunja

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Bilder vom Luzernenhof

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