Der Gemüseanbau

Von Auberginen, Bohnen, Chicoree über Möhren, Salat, Tomaten bis hin zu Zucchini und Zuckerhut bauen wir eine breite Palette an bekannten und unbekannteren Gemüsearten an (s. Produktliste). Unser Ziel ist die vollständige Versorgung aller Teilnehmer/innen mit einem abwechslungsreichen und qualitativ hochwertigen Gemüseangebot über das ganze Jahr hinweg.

Die Gemüsebauflächen sind mit ihren 2,5 ha zum großen Teil in die große Fruchtfolge der landwirtschaftlichen Ackerflächen eingegliedert.
Unsere Gemüsejungpflanzen bekommen wir von der Demeter-Gärtnerei Piluweri im Nachbarort Hügelheim.

Wir sind uns sicher: wer einmal in den regelmäßigen Genuss unseres Gemüses gekommen ist, wird in keinem Supermarkt mehr glücklich.

Dies hat verschiedene Gründe:

Zum einen bauen wir ausschließlich samenfeste Sorten an. Dies kann sich keine für den freien Markt produzierende Gärtnerei leisten, da diese Sorten geringere und schwankendere Erträge liefern.

Unter den samenfesten Sorten finden sich aber besonders leckere Vertreter ihrer Art, da sie eben nicht auf Ertrag, sondern auch auf ihren Geschmack hin gezüchtet werden. Samenfeste Sorten zu essen ist zudem ein politischer Akt, da wir uns damit unabhängig von großen, inzwischen fast den ganzen Markt beherrschenden Saatgutkonzernen machen und den für die Nahrungsmittelsicherheit wichtigen Genpool samenfester Sorten erhalten. Näheres dazu zum Beispiel bei http://www.saveourseeds.org/ .

Ein anderer Grund für den guten Geschmack unseres Gemüses liegt in unserer Düngung:

Wir verzichten auf den Zukauf jeglichen Düngers und benutzen nur hofeigenen Mist, in der Fruchtfolge kommt das Gemüse direkt nach dem Kleegras, das fleißig Stickstoff gesammelt hat.

Auch dies können sich Betriebe auf dem freien Markt kaum leisten, auch im Bio-Bereich düngen einige Betriebe mit Horn-und Haarmehl aus der Massentierhaltung. (Nicht alle, am besten nachfragen..!)

Für den ein oder anderen mag eine völlig saisonale Ernährung eine Herausforderung darstellen. Wir wollen euch aber einladen, sich auf dieses Experiment einzulassen und versprechen, dass jedes Gemüse zu seiner Zeit am besten schmeckt. Im April/Mai ist das Angebot naturgemäß am geringsten, die Freude, die die ersten Sommersalate und Radiesschen auslösen, ist dann aber die wohlverdiente Belohnung!

 

Was das GärtnerInnen-Leben einfacher, die Gemüsequalität noch erhöhern und das Winterangebot vergrößern würde, wären professionelle Folientunnel und ein Kühlhaus.

Dafür suchen wir Direktkredite und Spenden. (Zinsen gibt es ja gerade eh kaum.. Bei uns zwar auch nicht, aber immerhin tut das Geld etwas Gutes..)